«In the long run, we are all dead»
9min zu 9min — Teil 3 der Serie. Über John Maynard Keynes, den charmantesten Ökonomen des 20. Jahrhunderts, und warum seine Ideen sich durchsetzten. Nicht weil sie stimmten, sondern weil sie unwiderstehlich waren.
Der Mann, der allen sagte, was sie hören wollten
John Maynard Keynes war der wahrscheinlich brillanteste Mensch, dem die Ökonomie je begegnet ist. Cambridge-Mathematiker mit Auszeichnung. Mitglied der Bloomsbury Group — jenes Kreises aus Virginia Woolf, Lytton Strachey und E.M. Forster, der die englische Intellektualität der Zwischenkriegszeit prägte. Erfolgreicher Spekulant, der sein eigenes Vermögen an der Börse machte und das Stiftungsvermögen des King's College vervielfachte. Ehemann einer russischen Primaballerina. Diplomat. Autor. Vortragsredner von hypnotischer Eloquenz.
Als Keynes einen Raum betrat, drehten sich die Köpfe. Wenn er sprach, hörten Premierminister zu. Wenn er schrieb, las das Cabinet. Friedrich Hayek, sein lebenslanger intellektueller Gegner, beschrieb ihn als «den einzigen wirklich grossen Mann, den ich je gekannt habe — und für den ich uneingeschränkte Bewunderung empfand.»
Das ist wichtig zu verstehen, weil es erklärt, warum Keynes' Ideen sich durchsetzten. Es waren nicht die besseren Argumente. Es war der bessere Mann.
Die Welt, die er übernahm
Als Keynes' Hauptwerk The General Theory of Employment, Interest and Money 1936 erschien, befand sich die westliche Welt im siebten Jahr der Grossen Depression. Die Arbeitslosigkeit in den USA lag bei über 20 Prozent. In Deutschland war Hitler an der Macht. In England waren ganze Industrieregionen verödet.
Die herrschende Lehre — die klassische Ökonomie — hatte eine klare Antwort: Märkte korrigieren sich selbst. Löhne sinken, bis Arbeit wieder nachgefragt wird. Preise sinken, bis Güter wieder gekauft werden. Es braucht Zeit, es ist schmerzhaft, aber das System findet sein Gleichgewicht. Diese Antwort war in den 1930er Jahren politisch unmöglich. Niemand wollte den Wählern sagen: «Wartet weitere fünf Jahre.»
Keynes lieferte die Alternative. Sein zentrales Argument: Märkte können in einem Gleichgewicht mit massiver Arbeitslosigkeit verharren. Die Selbstkorrektur funktioniert nicht zuverlässig. Wenn die «animal spirits» — Keynes' berühmter Ausdruck für die psychologische Stimmung der Marktakteure — kippen, kann die Nachfrage einbrechen und nicht zurückkehren. Der Staat müsse einspringen. Er müsse Geld ausgeben, das er nicht hat. Er müsse Schulden machen. Er müsse, wenn nötig, Geld drucken.
Keynes nannte das «aggregate demand management». Ein technischer Begriff für etwas zutiefst Politisches.
Das politische Geschenk
Hier liegt der Schlüssel zum Erfolg des Keynesianismus: Er gab Politikern eine ökonomische Rechtfertigung für genau das, was Politiker ohnehin tun wollen.
Politiker wollen Geld ausgeben. Sie wollen Strassen bauen, Krankenhäuser eröffnen, Renten erhöhen, Subventionen verteilen. Sie wollen geliebt werden. Vor Keynes hatte die klassische Ökonomie sie gebremst: Was ihr nicht durch Steuern einnehmt, könnt ihr nicht ausgeben. Schulden müssen zurückgezahlt werden. Geld drucken führt zur Inflation. Es war eine ökonomische Disziplin, die der politischen Versuchung Grenzen setzte.
Keynes löste diese Bremse. Plötzlich war Defizit-Ausgaben nicht mehr Verantwortungslosigkeit — sie waren Pflicht. Wer in der Rezession sparte, verschärfte sie. Wer Schulden machte, rettete die Wirtschaft. Wer Geld druckte, schaffte Arbeit. Was bisher als Sünde galt, wurde zur Tugend erklärt.
Friedrich Hayek schrieb später bitter: Keynes' Theorie sei für Politiker «so attraktiv wie eine Geliebte, die alles erlaubt». Sie versprach, dass man die Gesetze der Knappheit umgehen könne — wenn man nur klug genug interveniere.
Es war ein Geschenk an die Macht. Und die Macht nahm es an.
«In the long run, we are all dead»
Keynes' berühmtester Satz fiel 1923 in einer Diskussion über Inflation: «In the long run, we are all dead.» Im Langfristigen sind wir alle tot.
Der Satz wird oft missverstanden. Keynes meinte nicht, dass langfristige Folgen egal seien. Er argumentierte gegen Ökonomen, die in Krisenzeiten sagten: «Wartet, der Markt regelt das langfristig.» Keynes erwiderte: Das hilft jenen nicht, die jetzt arbeitslos sind. Wenn das Haus brennt, will niemand hören, dass es nach dem Brand wieder aufgebaut werden kann.
Das war humanitär gedacht. Aber es war auch ein Damm, der brach. Sobald die langfristigen Konsequenzen aus der politischen Kalkulation verbannt waren, gab es keinen Grund mehr, je zu sparen, je zu konsolidieren, je Disziplin zu üben. Jede Krise wurde zur Rechtfertigung neuer Schulden. Jede Krise wurde zur Begründung für mehr Staat. Und wenn die nächste Krise kam, war die Antwort dieselbe — nur grösser.
Keynes selbst wäre wahrscheinlich entsetzt gewesen über das, was seine Nachfolger aus seinen Ideen machten. Er war Mathematiker genug, um zu verstehen, dass eine Funktion, die exponentiell wächst, irgendwann scheitert. Aber er war auch genug Politiker, um zu wissen, dass Politiker keine Exponentialfunktionen lesen. Sie lesen nur den nächsten Wahltermin.
Hayek schreibt zurück
1931 lud die London School of Economics einen jungen Wiener Ökonomen ein, dem zunehmenden Einfluss von Keynes etwas entgegenzusetzen. Friedrich Hayek war 32, kaum bekannt ausserhalb Wiens, ein Schüler von Ludwig von Mises. Er hielt eine Reihe von Vorlesungen — später als Prices and Production veröffentlicht —, die eine völlig andere Sicht auf Krisen entwickelten.
Hayeks Argument: Wirtschaftskrisen entstehen nicht durch zu wenig Nachfrage. Sie entstehen durch zu viel künstliche Nachfrage, die vorher durch billiges Geld geschaffen wurde. Wenn Zentralbanken die Zinsen unter ihr natürliches Niveau drücken, investieren Unternehmer in Projekte, die ohne diese künstlichen Signale nie tragfähig wären. Mises hatte das «Malinvestition» genannt. Die Rezession sei nicht das Problem, sondern die Korrektur — der notwendige Prozess, in dem Fehlinvestitionen abgeschrieben und Ressourcen umgeleitet werden.
Die Konsequenz: Wer in einer Rezession noch mehr billiges Geld druckt, verlängert die Krise. Er verhindert die Heilung. Er bereitet die nächste, grössere Krise vor.
Keynes las Hayeks Vorlesungen — und reagierte vernichtend. Er nannte Prices and Production «eine der schauerlichsten Konfusionen, die ich je gelesen habe... ein bemerkenswertes Beispiel dafür, wie ein Logiker, der mit einem Fehler beginnt, in Bedlam enden kann.» (Bedlam war das berüchtigte Londoner Irrenhaus.)
Hayek revanchierte sich mit einer mehrteiligen, akribischen Rezension von Keynes' Treatise on Money. Es entstand ein akademischer Krieg, der die ökonomische Welt der frühen 1930er Jahre spaltete.
«Oh never mind, I no longer believe all that»
Dann geschah etwas, was Hayek nie verzeihen sollte.
Als Hayek seine vernichtende Kritik am Treatise fertiggestellt hatte und Keynes' Antwort erwartete, antwortete Keynes lapidar: «Oh never mind, I no longer believe all that.» Ach, vergiss es, ich glaube das alles nicht mehr.
Keynes hatte längst angefangen, an seinem nächsten Buch zu arbeiten — der General Theory. Er hatte die Position, die Hayek so sorgfältig demontiert hatte, bereits aufgegeben. Hayek stand mit seiner Kritik in der Luft.
Als die General Theory 1936 erschien, schrieb Hayek keine systematische Erwiderung. Er erklärte später, er habe befürchtet, Keynes würde wieder die Position wechseln, bevor die Antwort fertig sei. Diese Zurückhaltung sollte Hayek sein ganzes Leben lang bereuen. Während er schwieg, eroberte Keynes' neues Werk die Universitäten, die Finanzministerien, die Notenbanken. Eine ganze Generation von Ökonomen wuchs auf, ohne je eine ernsthafte österreichische Gegenposition gehört zu haben.
Keynes war 1946 tot. Hayek lebte bis 1992. Er hatte 46 Jahre Zeit, seine Niederlage zu betrachten.
Die Methodenfrage
Was den Konflikt unauflöslich machte, war nicht nur die Diagnose, sondern die Methode.
Keynes dachte in Aggregaten. Er fasste Millionen einzelner Entscheidungen zu Grössen zusammen: Konsum (C), Investition (I), Staatsausgaben (G), Nettoexporte (X-M). Daraus baute er Gleichungen. Y = C + I + G + (X-M). Wenn G steigt, steigt Y. Wenn man Y steigern will, erhöht man G. Die Wirtschaft wurde zur Maschine, die sich kalibrieren lässt.
Hayek hielt das für eine fundamentale Verwechslung. Eine Volkswirtschaft sei keine Maschine, sondern ein Prozess. Die Aggregate, die Keynes verwendete, würden gerade jene Informationen vernichten, die für ökonomisches Verständnis entscheidend seien. Wenn ich «Investition» als Aggregat behandle, sehe ich nicht mehr, welche Investitionen getätigt werden — ob in tragfähige oder in malinvestierte Projekte. Ich sehe nur eine Zahl. Und Zahlen, die abstrakt steigen, sagen mir nichts über die Realität, die darunter liegt.
Die österreichische Methode war anders: Praxeologie — die Logik des menschlichen Handelns. Man beginnt mit dem unbestreitbaren Axiom, dass Menschen zweckgerichtet handeln, um einen weniger befriedigenden Zustand durch einen befriedigenderen zu ersetzen. Aus diesem Axiom werden ökonomische Zusammenhänge logisch abgeleitet — in Worten, nicht in Formeln. Mises hatte das so begründet: In der Physik gibt es Konstanten. In der menschlichen Gesellschaft nicht. Geschmäcker ändern sich. Werte verschieben sich. Erwartungen wandeln sich von Sekunde zu Sekunde. Wer das mathematisch abbildet, gibt vor, eine Präzision zu haben, die nicht existieren kann.
Diese Methodenfrage ist nicht akademisch. Sie bestimmt, was wir heute «Wirtschaftspolitik» nennen. Notenbankräte sitzen vor Modellen, die auf keynesianischen Aggregaten beruhen. Sie drehen an Stellschrauben, von denen die Modelle behaupten, sie hätten vorhersagbare Wirkungen. Wenn die Wirkungen ausbleiben, werden die Modelle nachjustiert. Niemand fragt, ob das ganze methodische Vorgehen nicht von Anfang an falsch ist.
Stagflation: die Modellwiderlegung
Drei Jahrzehnte lang schien Keynes recht zu behalten. Die Nachkriegszeit war geprägt von keynesianischer Wirtschaftspolitik — Defizitausgaben, Vollbeschäftigungsziele, expansive Geldpolitik. Es funktionierte, oder schien zu funktionieren. Wirtschaftswachstum, niedrige Arbeitslosigkeit, moderate Inflation. Die Phillips-Kurve wurde zum Lehrbuchwissen: Man kann zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit tauschen. Mehr von einem, weniger vom anderen.
Dann kam 1973. Die OPEC verdoppelte den Ölpreis. Die Inflation schoss hoch. Gleichzeitig stieg die Arbeitslosigkeit. Stagflation — laut keynesianischem Modell unmöglich. Die Werkzeuge versagten. Drückte man die Zinsen, um die Arbeitslosigkeit zu senken, stieg die Inflation. Hob man die Zinsen, um die Inflation zu bekämpfen, stieg die Arbeitslosigkeit. Es gab keinen Ausweg innerhalb des Modells.
Im Oktober 1974 — auf dem Höhepunkt der Krise — erhielt Friedrich Hayek den Nobelpreis für Ökonomie. Es war eine späte, fast verlegene Anerkennung. Die Akademie verteilte den Preis zwischen Hayek und einem schwedischen Sozialisten, Gunnar Myrdal, um die politische Symmetrie zu wahren. Aber das Signal war eindeutig: Die keynesianische Orthodoxie hatte versagt. Die österreichische Schule, jahrzehntelang ignoriert, war plötzlich wieder relevant.
Hayeks Nobel-Vorlesung trug den Titel «The Pretence of Knowledge» — die Anmassung des Wissens. Sie war eine Generalabrechnung mit dem Keynesianismus, und mehr: eine Generalabrechnung mit jeder Form von Zentralplanung, die vorgibt, mehr zu wissen, als sie wissen kann. Hayek argumentierte, dass die Versuche, die Wirtschaft mit makroökonomischen Aggregaten zu steuern, notwendig scheitern müssten — weil die entscheidenden Informationen in einer Marktwirtschaft niemals zentral verfügbar seien. Sie seien verteilt auf Millionen Köpfe, ständig im Fluss, niemals vollständig artikulierbar.
Es war Hayeks Stunde. Reagan und Thatcher griffen seine Ideen auf. Die monetaristische Schule unter Milton Friedman gewann an Einfluss. Der Keynesianismus schien zurückgedrängt.
Warum Keynes trotzdem gewann
Er war nicht. Er ruhte sich nur aus.
Spätestens mit der Finanzkrise 2008 kehrte der Keynesianismus mit voller Wucht zurück. Quantitative Easing — die massenhafte Schaffung von Zentralbankgeld zum Aufkauf von Staatsanleihen — war Keynesianismus in Reinform. Die Reaktion auf die Coronakrise 2020 war noch keynesianischer. Die USA gaben binnen Monaten Hilfspakete in Höhe von über fünf Billionen Dollar aus. Europa folgte mit dem «Next Generation EU»-Programm. Die Schweiz beteiligte sich mit kreditfinanzierten Wirtschaftshilfen.
Warum kehrte das gescheiterte Modell zurück? Aus demselben Grund, aus dem es sich ursprünglich durchgesetzt hatte: Es ist politisch unwiderstehlich. Es gibt Politikern, was sie wollen — Handlungsmacht, sichtbare Aktivität, Geldverteilungskompetenz. Es gibt Notenbankern, was sie wollen — Bedeutung, Werkzeuge, Einfluss. Es gibt Bürokratien, was sie wollen — Wachstum, Stellen, Programme.
Die Österreicher hatten ein methodisch saubereres, historisch besser belegtes, intellektuell ehrlicheres Modell. Aber sie hatten keinen politischen Anreiz hinter sich. Wer Keynes folgt, kann gestalten. Wer Hayek folgt, muss sich zurücknehmen. In jeder Krise gewinnt der, der etwas tun darf, gegen den, der sagt: «Lasst es.»
Das ist nicht die Tragödie des Marktes. Das ist die Tragödie der Politik in der Demokratie. Die Anreize laufen unaufhörlich in eine Richtung.
Was das mit Medien zu tun hat
Hier schliesst sich der Kreis zur Methode dieser Serie.
Ein keynesianisches System produziert spezifische Folgen: serielle Blasen, schleichende Inflation, wachsende Vermögensungleichheit, exponentiell wachsende Staatsschulden, immer aggressivere Notenbankinterventionen. Diese Folgen sind nicht akzidentell. Sie folgen logisch aus den Grundannahmen des Systems.
Ein keynesianisches System braucht aber auch eine spezifische Form von Öffentlichkeit. Es braucht eine Öffentlichkeit, die diese Folgen nicht mit dem System verknüpft. Eine Öffentlichkeit, die Inflation für ein Wetterphänomen hält. Die Staatsschulden für eine technische Grösse hält. Die Vermögenspreisinflation für Marktversagen hält, das mit mehr Staat behoben werden müsse. Die Notenbankinterventionen für neutrale Stabilisierungsmassnahmen hält.
Genau diese Öffentlichkeit produzieren die etablierten Medien. Nicht durch böse Absicht. Durch strukturelle Verwandtschaft. SRF wird über Zwangsabgaben in Fiat-Franken finanziert. Die staatsnahen Universitäten, aus denen die Experten kommen, werden über staatliche Mittel finanziert. Die NGOs, die in den Sendungen sitzen, werden über staatliche Subventionen finanziert. Niemand in dieser Schleife hat ein Interesse daran, die Grundannahmen des Systems zu hinterfragen, weil das System ihre Existenz garantiert.
Hayek hätte das vorhergesagt. Er hätte gesagt: Wer die Mittel kontrolliert, die eine Klasse von Wissensproduzenten finanziert, kontrolliert nicht direkt deren Aussagen — aber er kontrolliert, welche Fragen gar nicht erst gestellt werden.
Das ist die Verbindung, die SRF nicht herstellen kann. Nicht weil seine Journalisten dumm sind, sondern weil ihre Position innerhalb des Systems sie davon ausschliesst, das System zu sehen. Sie sind die Fische. Das Fiat-System ist das Wasser.
Was bleibt
Keynes ist tot. Hayek ist tot. Die Debatte ist nicht entschieden — sie ist nur eingeschlafen. Die Universitäten lehren überwiegend keynesianische Modelle, oft ohne die österreichische Kritik überhaupt zu erwähnen. Die Notenbanken arbeiten mit keynesianischen Werkzeugen. Die Finanzministerien planen mit keynesianischen Aggregaten. Eine Generation von Ökonomen wächst auf, die nie ein Wort von Mises gelesen hat.
Wer 9min liest, soll wenigstens wissen, dass es eine andere Tradition gibt. Eine, die methodisch ehrlicher war. Die historisch besser vorhergesagt hat. Die intellektuell anspruchsvoller ist. Und die politisch chancenlos blieb, weil sie das Gegenteil dessen empfahl, was Politiker hören wollen.
Das ist kein Ruf nach einer Revolution. Es ist ein Ruf nach intellektueller Redlichkeit. Wer das System verstehen will, in dem er lebt, muss verstehen, welche Ideen es tragen. Welche Annahmen unausgesprochen vorausgesetzt werden. Welche Alternativen ausgeschlossen worden sind, ohne dass jemand bemerkt hätte, dass sie ausgeschlossen wurden.
Keynes hat gewonnen — bisher. Aber kein System gewinnt für immer. Wenn die nächste grosse Krise kommt — und sie wird kommen —, dann wird die Frage nicht mehr sein, ob die keynesianischen Werkzeuge funktionieren. Die Frage wird sein, ob jemand noch weiss, dass es Alternativen gab.
Das ist die Aufgabe. Erinnern. Erklären. Sichtbar machen.
Damit, wenn das Wasser einmal abläuft, jemand weiss, was Land ist.
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