Die heiligen Ziele
Wie SRF die Klimaziele zum Dogma erhebt, die Frage nach ihrer Realisierbarkeit verschweigt, den demokratischen Willen des Voluses übergeht und die Treibstoffbranche als Sündenbock präsentiert – ohne zu fragen, ob die Ziele jemals erreichbar waren
Zum sehr ausführlichen SRF-Beitrag über das Klima: «Wie die Schweiz ihre Klimaziele aufs Spiel setzt», 20. Mai 2026
Es ist eine Geschichte vom Versagen. Von einer Schweiz, die ihre Klimaziele verfehlt. Von einer Politik, die Auslandszertifikate kauft, statt im Inland zu reduzieren. Von einer Treibstoffbranche, die ihre Interessen durchsetzt und das Klima verrät.
Es ist die Geschichte, die SRF erzählt. Und sie ist nicht falsch. Es gibt die Auslandszertifikate. Es gibt die Einflussnahme der Erdölvereinigung. Es gibt die Lücke zwischen Ziel und Wirklichkeit.
Aber die Geschichte ist einseitig. Und was sie auslässt, verändert den Sinn komplett. Denn die Frage lautet nicht: Warum verfehlt die Schweiz ihre Ziele? Die Frage lautet: Sind die Ziele jemals erreichbar gewesen? Und: Wer hat sie gesetzt – und mit welchem Mandat?
Das Dogma der Ziele
SRF schreibt: «Die Emissionen im Jahr 2030 müssen mindestens um 50% tiefer sein als im Referenzjahr 1990. Gleichzeitig muss der Durchschnitt der Emissionen aus den Jahren 2021–2030 mindestens um 35% unter den Niveau von 1990 liegen.»
«Müssen.» Das ist kein beschreibendes Wort. Das ist ein normatives. Es beschreibt nicht, was ist. Es beschreibt, was sein soll. Es setzt voraus, dass die Ziele richtig sind. Dass sie erreichbar sind. Dass sie erreichbar sein müssen.
Aber woher kommt dieses «Müssen»? Vom Pariser Abkommen. Von einer internationalen Vereinbarung, die die Schweiz unterzeichnet hat. Von einer politischen Entscheidung, nicht von einem Naturgesetz.
Und politische Entscheidungen können hinterfragt werden. Sie können revidiert werden. Sie können angepasst werden, wenn sich die Umstände ändern. Wenn sich herausstellt, dass die Ziele unrealistisch sind. Dass die Kosten zu hoch sind. Dass die Technologie nicht bereit ist. Dass die Bevölkerung nicht mitmacht.
SRF hinterfragt die Ziele nicht. Es setzt sie als Dogma. Als unverrückbare Grösse. Als Massstab, an dem die Wirklichkeit gemessen wird – und an dem sie notwendigerweise scheitert.
Das ist keine Berichterstattung. Das ist Theologie. Die Ziele sind der Glaube. Die Emissionen sind die Sünde. Die Auslandszertifikate sind der Ablass. Und SRF ist die Kirche, die die Gläubigen zur Umkehr ruft.
Die Wissenschaft, die keine ist
Das Fundament, auf dem diese Theologie ruht, lautet: CO₂ ist der dominierende Klimatreiber. Die Reduktion von CO₂-Emissionen ist das einzige Ziel. Die Atmosphäre kennt keine Grenzen. Eine Tonne CO₂ in der Schweiz ist so viel wert wie eine Tonne CO₂ in Peru.
Das ist die Prämisse des Pariser Abkommens. Es ist die Prämisse der internationalen Klimapolitik. Es ist die Grundlage, auf der die Schweiz ihre Zertifikatsstrategie aufbaut.
Aber es ist eine Prämisse, keine Tatsache.
Es gibt keine Disziplin namens «Klimawissenschaft». Es gibt Meteorologie. Es gibt Physik. Es gibt Chemie. Es gibt Geologie. Es gibt Ozeanographie. Es gibt Modellrechnung. Aber es gibt keine «Klimawissenschaft» im Sinne einer eigenständigen, methodisch geschlossenen Disziplin, die nach den Regeln der Naturwissenschaften arbeitet – mit reproduzierbaren Experimenten, mit Falsifikation, mit der Möglichkeit, dass die Hypothese falsch sein könnte.
Was es gibt, ist ein Konsens. Ein Konsens von Forschern, die Modelle bauen. Die Modelle füttern mit Annahmen. Die Annahmen produzieren Projektionen. Die Projektionen werden zu Szenarien. Die Szenarien werden zu Wahrscheinlichkeiten. Die Wahrscheinlichkeiten werden zu Gewissheiten. Und die Gewissheiten werden zu Politik.
Aber ein Konsens ist keine Wahrheit. Ein Konsens ist eine Übereinkunft. Und Übereinkünfte können sich irren. Die Wissenschaftsgeschichte ist voll von Konsensen, die sich als falsch erwiesen haben. Von Phlogiston. Von Äther. Von der Geozentrik. Jedes Mal war der Konsens unerschütterlich. Jedes Mal waren die Abweichler Ketzer. Und jedes Mal hatten die Ketzer recht.
Wer heute den Konsens bestreitet, wird nicht widerlegt, sondern ausgegrenzt. Er wird nicht debattiert, sondern delegitimiert. Er wird nicht zitiert, sondern zensiert. Das ist das Kennzeichen einer Doktrin, nicht einer Wissenschaft. Eine Wissenschaft, die ihre Kritiker ausschliesst, statt sie zu widerlegen, hat aufgehört, Wissenschaft zu sein. Sie ist Ideologie geworden.
SRF erwähnt das nicht. Es übernimmt die Prämisse als Fakt. Es schreibt von «Treibhausgasemissionen», die «reduziert werden müssen». Es schreibt von «Klimazielen», die «aufs Spiel gesetzt» werden. Es fragt nicht, ob die Prämisse stimmt. Es fragt nicht, ob die Modelle zuverlässig sind. Es fragt nicht, ob der Konsens gerechtfertigt ist oder ob er eine Selbstbestätigungsmaschine ist, die nur diejenigen zulässt, die den Konsens teilen.
Es setzt die Prämisse als Dogma. Und auf diesem Dogma baut es seine Geschichte auf.
Die Demokratie, die nicht vorkommt
SRF erzählt die Geschichte von der Treibstoffbranche, die die CO₂-Abgabe auf Treibstoffe verhindert hat. Von der Erdölvereinigung, die den Klimarappen durchgesetzt hat. Von Albert Rösti, der als ehemaliger Präsident von Auto-Schweiz und Swissoil die Klimapolitik «aufgleist».
Das ist die Geschichte von der Lobby, die sich durchsetzt. Von der Wirtschaft, die die Politik dominiert. Von den Interessen, die das Gemeinwohl verraten.
Aber die Geschichte hat einen Akteur, der bei SRF nicht vorkommt: Das Volk.
2019 verabschiedet das Parlament das neue CO₂-Gesetz. Es sieht höhere Abgaben, strengere Massnahmen, mehr Inlandsreduktionen vor. Es ist das Gesetz, das SRF sich wünscht. Das Gesetz, das die Ziele erreichbar gemacht hätte.
Und das Volk lehnt es ab. In der Volksabstimmung vom 13. Juni 2021 sagt die Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer: Nein. 51,59 Prozent stimmen gegen das Gesetz.
Das ist eine demokratische Entscheidung. Eine Entscheidung gegen höhere Treibstoffkosten. Gegen eine stärkere Belastung von Mobilität und Heizung. Gegen eine Klimapolitik, die die Rechnung den Bürgern präsentiert.
SRF erwähnt das Referendum. Aber es erwähnt es nicht als demokratische Entscheidung. Es erwähnt es als Hindernis. Als Rückschlag. Als Sieg der Treibstoffbranche.
Das ist eine Framing. Und das Framing lautet: Die Demokratie hat versagt. Die Lobby hat gesiegt. Das Volk wurde getäuscht.
Aber was, wenn das Volk nicht getäuscht wurde? Was, wenn das Volk einfach nicht bereit war, den Preis für die Klimaziele zu zahlen? Was, wenn die Demokratie genau das getan hat, was sie tun soll: Den Willen der Mehrheit ausdrücken?
SRF stellt diese Frage nicht. Es bedauert das Referendum. Es bedauert, dass das Volk nicht das gewählt hat, was SRF für richtig hält. Es bedauert die Demokratie – und feiert die Ziele, die das Volk abgelehnt hat.
Die Logik der Auslandszertifikate – und ihr Widerspruch
SRF zitiert Delia Berner von Alliance Sud: Die Auslandszertifikate seien ein «moderner Ablasshandel». Die Schweiz kaufe sich frei, anstatt selbst zu reduzieren.
Ja, das ist eine starke Metapher. Aber sie verfehlt den Punkt – und zwar in beide Richtungen.
Der Ablasshandel im Mittelalter verkaufte Vergebung für Sünden, die nicht gesühnt wurden. Die Auslandszertifikate kaufen Reduktionen, die tatsächlich stattfinden sollen – nur nicht in der Schweiz. Soweit die Theorie.
Wenn man die Prämisse akzeptiert – dass CO₂ der dominierende Klimatreiber ist und die Atmosphäre keine Grenzen kennt –, dann lautet die logische Konsequenz: Wenn CO₂ ein globales Problem ist, dann ist es effizient, dort zu reduzieren, wo es am billigsten ist. In Peru. In Indien. In Indonesien. Nicht in der Schweiz, wo eine Tonne CO₂ hundertmal mehr kostet als in einem Entwicklungsland.
Das ist kein «Freikauf». Das ist ökonomische Rationalität auf der Grundlage der eigenen Prämisse. Die Klimapolitik scheitert an ihrer eigenen Logik: Sie postuliert ein globales Problem, weigert sich aber, die globale Lösung zu akzeptieren, weil die globale Lösung nicht der nationalen Moral entspricht. Die Moral lautet: Man soll seine Sünden selbst büssen. Nicht andere für sich büssen lassen. Aber das ist eine moralische Forderung, keine klimatische. Wenn das Klima global ist, ist es egal, wer büsst. Nur die Moral besteht darauf, dass es der Schweizer ist.
Aber hier kommt der Widerspruch: Dieselbe Klimapolitik, die die globale Logik der Auslandszertifikate aus moralischen Gründen ablehnt, verlangt gleichzeitig, dass die Schweiz ihre Inlandsreduktionen nicht selbst bestimmt, sondern sich nach internationalen Vorgaben richtet. Die Schweiz soll global denken – aber lokal handeln. Sie soll sich dem Pariser Abkommen unterwerfen – aber die Konsequenzen des Abkommens nicht ziehen.
SRF verschweigt diesen Widerspruch. Es zitiert die Kritik am Ablasshandel, ohne die Logik der Auslandszertifikate darzulegen. Und es verschweigt, dass die Prämisse, auf der die gesamte Klimapolitik beruht, eine Prämisse ist – keine Tatsache. Wer die Prämisse akzeptiert, muss die Auslandszertifikate akzeptieren. Wer die Auslandszertifikate ablehnt, muss die Prämisse ablehnen – oder die Inlandsreduktionen selbst bezahlen. SRF will weder die Prämisse ablehnen noch die Konsequenzen tragen. Es will beides: die heiligen Ziele und die moralische Überlegenheit. Das geht nicht. Aber SRF fragt nicht danach.
Der Betrug, der nicht thematisiert wird
SRF erwähnt in einer wegklappbaren Box: «Laut einer Metastudie entsprachen nur 16% der damals zertifizierten Reduktionen tatsächlichen Reduktionen.»
16 Prozent. Das heisst: 84 Prozent der unter Kyoto gekauften Zertifikate waren wertlos. Sie haben das Klima nicht geschützt. Sie haben die Emissionen nicht reduziert. Sie haben nur die Bilanz der Schweiz verbessert – auf dem Papier.
Das ist der eigentliche Skandal. Nicht dass die Schweiz Auslandszertifikate kauft. Sondern dass sie Zertifikate kauft, die nicht das leisten, was sie versprechen. Dass sie Millionen von Franken für Reduktionen bezahlt, die nie stattgefunden haben. Dass sie ihre Klimabilanz mit Luftbuchungen schönt.
Aber SRF macht diesen Skandal nicht zum Thema. Es versteckt die Zahl in einer Box. Es nennt sie, ohne die Konsequenzen zu ziehen. Es fragt nicht: Wie viel Geld hat die Schweiz für wertlose Zertifikate bezahlt? Wer hat daran verdient? Wer ist verantwortlich? Und: Wie können wir verhindern, dass das unter Paris wieder passiert?
Stattdessen kritisiert SRF das Prinzip der Auslandszertifikate. Nicht die Praxis. Nicht den Betrug. Nicht die Korruption. Sondern die Idee, dass die Schweiz ihre Reduktionen im Ausland einkaufen darf.
Das ist wie wenn man die Steuerhinterziehung kritisiert, nicht weil sie illegal ist, sondern weil Steuern moralisch besser wären. Es verfehlt den Punkt. Der Punkt lautet: Die Zertifikate funktionieren nicht. Die Qualität ist miserabel. Die Kontrolle ist unzureichend. Das System ist anfällig für Betrug.
Aber das System zu kritisieren, würde bedeuten, die internationale Klimapolitik zu kritisieren. Das Pariser Abkommen zu kritisieren. Die Ziele zu kritisieren. Und das tut SRF nicht. Weil die Ziele heilig sind.
Die Kosten, die niemand nennt
SRF rechnet: Die Schweiz müsste bis 2030 geschätzte 48.2 Millionen Tonnen CO₂eq im Ausland kompensieren. Bei 29 Franken pro Tonne wären das fast 1.4 Milliarden Franken. Wenn Klik nur 15 Millionen Zertifikate liefert, fehlen 33.2 Millionen. Das wären fast eine Milliarde Franken zusätzlich, finanziert von den Steuerzahlern.
Das sind gewaltige Summen. Aber SRF fragt nicht, was die Alternative kosten würde. Was würde es kosten, die Emissionen im Inland um 50 Prozent zu reduzieren? Wie hoch wären die Investitionen in die Gebäudesanierung? Wie teuer wäre die Elektrifizierung des Verkehrs? Wie viel würde die CO₂-Abgabe auf Treibstoffe steigen müssen, um das Ziel zu erreichen?
Die Antwort lautet: Viel mehr als eine Milliarde. Die Studien des Bundesamts für Umwelt schätzen die Kosten der Inlandsreduktionen auf mehrere Milliarden Franken pro Jahr. Die Gesamtsumme bis 2030 könnte 30 bis 50 Milliarden Franken erreichen. Das ist das Dreissig- bis Fünfzigfache der Kosten der Auslandszertifikate.
Das heisst nicht, dass Auslandszertifikate die bessere Lösung sind. Es heisst aber: Die Alternative ist teuer. Sehr teuer. Und die Frage, wer das bezahlen soll, ist eine politische Frage. Eine Frage, die das Volk beantworten muss. Und das Volk hat sie beantwortet: mit einem Nein zum CO₂-Gesetz.
SRF nennt die Kosten der Auslandszertifikate. Aber es nennt nicht die Kosten der Alternative. Es lässt den Eindruck entstehen, die Auslandszertifikate seien eine teure Ausflucht. Aber es verschweigt, dass die Inlandsreduktionen noch viel teurer wären.
Das ist keine Berichterstattung über die Kosten der Klimapolitik. Das ist eine Berichterstattung, die die Kosten der Klimapolitik verschleiert – indem sie nur die Kosten der Ausweichstrategie nennt, nicht die Kosten der eigentlichen Strategie.
Die Frage, die SRF nicht stellt
Die Frage lautet nicht: Warum verfehlt die Schweiz ihre Klimaziele?
Die Frage lautet: Sind die Klimaziele jemals erreichbar gewesen – ohne massive Kosten, die die Bevölkerung nicht tragen will? Sind die Ziele realistisch, oder sind sie politische Wunschvorstellungen, die an der Wirklichkeit scheitern müssen?
Die Frage lautet: Auf welcher Grundlage wurden diese Ziele gesetzt? Auf dem Konsens einer Forschungsgemeinschaft, die ihre Kritiker ausschliesst, statt sie zu widerlegen? Auf Modellen, die mit Annahmen gefüttert werden, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen? Auf einer Prämisse, die als Tatsache dargestellt wird, obwohl sie eine Annahme ist?
Die Frage lautet: Was bedeutet es, wenn das Volk die Massnahmen ablehnt, die zur Erreichung der Ziele nötig wären? Heisst das, dass das Volk getäuscht wurde? Oder heisst das, dass die Ziele nicht den Willen der Bevölkerung widerspiegeln?
Die Frage lautet: Wenn 84 Prozent der Zertifikate wertlos sind – was sagt das über die internationale Klimapolitik? Was sagt das über die Qualität des Pariser Abkommens? Was sagt das über die Zuverlässigkeit der internationalen Kooperation?
Die Frage lautet: Ist eine Klimapolitik, die auf Auslandszertifikaten basiert, besser als keine Klimapolitik? Oder ist sie schlechter, weil sie die Illusion von Fortschritt erzeugt, ohne tatsächliche Reduktionen zu liefern?
SRF stellt keine dieser Fragen. Es setzt die Ziele als Dogma. Es übernimmt die Prämisse als Tatsache. Es kritisiert die Auslandszertifikate als Ausflucht. Es nennt die Treibstoffbranche als Sündenbock. Es verschweigt die Demokratie. Es verschweigt die Kosten der Alternative. Es verschweigt den Betrug bei den Kyoto-Zertifikaten. Und es ruft nach mehr Inlandsreduktion – ohne zu fragen, wer das bezahlen soll.
Das ist keine Berichterstattung über die Klimapolitik. Das ist die Reproduktion einer Perspektive, die die Ziele heiligt, die Mittel verteufelt und die Demokratie übergeht – weil die Demokratie die Ziele nicht erreicht hat, die SRF für heilig hält.
SRF erzählt die Geschichte vom Versagen der Schweizer Klimapolitik. Von den Auslandszertifikaten, die das Ziel auf dem Papier retten sollen. Von der Treibstoffbranche, die ihre Interessen durchsetzt. Aber es verschweigt, dass die Ziele Dogmen sind, die nie hinterfragt werden. Es verschweigt, dass die Prämisse, auf der sie beruhen – CO₂ als dominierender Klimatreiber –, eine Annahme ist, keine Tatsache, gestützt von einem Konsens, der Kritiker ausschliesst, statt sie zu widerlegen. Es verschweigt, dass das Volk die Massnahmen abgelehnt hat, die zur Erreichung der Ziele nötig wären. Es verschweigt, dass 84 Prozent der Kyoto-Zertifikate wertlos waren – und versteckt diese Zahl in einer Box. Es verschweigt die Logik der Auslandszertifikate: Wenn die Prämisse stimmt, sind sie konsequent; wenn nicht, ist die gesamte Klimapolitik hinfällig. Es verschweigt die Kosten der Alternative: Inlandsreduktionen würden das Dreissig- bis Fünfzigfache kosten. Und es fragt nicht, ob die Ziele jemals erreichbar waren – ohne massive Kosten, die die Bevölkerung nicht tragen will. Das ist keine Berichterstattung über die Klimapolitik. Das ist die Reproduktion einer Perspektive, die die Ziele heiligt, die Mittel verteufelt und die Demokratie übergeht – weil die Demokratie die Ziele nicht erreicht hat, die SRF für heilig hält.
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